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Risikoaufklärung bei Tierhaltern, die nicht (ausreichend) deutsch sprechen, nur mit Dolmetscher!

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Kammergericht Berlin, Urteil vom 08.05.2008, Az. 20 U 202/06

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Diese zur Humanmedizin ergangene Entscheidung dürfte wieder ohne weiteres auf den tierärztlichen Bereich übertragbar sein. Das Kammergericht hat entschieden, dass ein Arzt sicherzustellen hat, dass der Patient der Risikoaufklärung sprachlich folgen kann. Im Sachverhalt war es um die Verständlichkeit der Aufklärung durch den Arzt für einen ausländischen Patienten vor einer Knie-OP gegangen. Kann sich der Arzt nicht sicher sein, dass seine Ausführungen in deutscher Sprache vollends verstanden worden sind, so hat er nach dem Urteil von sich aus einen Dolmetscher hinzuzuziehen.

 

Da die tierärztlichen Aufklärungspflichten eher weitergehend sind, man denke nur an den Bereich der wirtschaftlichen Aufklärung und ganz aktuell an Doping-Gesichtspunkte, sollte dieses Urteil gebührend umgesetzt und in der täglichen tierärztlichen Praxis beachtet werden, zumal oft auch hochwertige Pferde nur von den professionellen Pferdepflegern unterschiedlichster Herkunft vorgestellt werden. Die anwaltliche Checkliste zur Überprüfung einer tierärztlichen Leistung dürfte angesichts dieses konkreten Urteils um einen Punkt länger werden.

 

Organisatorisches:

Ich werde nun vermehrt Entscheidungen und sonstige Beiträge auf der Internetseite einstellen. Hier darf ich noch einmal an Sie alle appellieren: Wenn Sie mir interessante Entscheidungen oder Beiträge zukommen lassen, werde ich diese gern im Interesse aller Beteiligten auf der Internetseite oder per Newsletter in unserem Kreis publik machen, selbstverständlich anonymisiert bzw. je nach Wunsch mit oder ohne Einsenderangabe.


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RA Heinrich Göbel

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